Hoffenheim ist überall
Die Mumie ist nach Oberbayern verschwunden, kein Fetzen Papyrus ist zurückgeblieben. Nun muss ein noch älteres Geschöpf zur Feder greifen, um die schmachvolle Niederlage der „Alten Recken“ für die Geschichtsbücher zu dokumentieren.
Doch zurück zum hoffnungsvollen Auftakt des Geschehens. Am 21. März 2009 betrat ich mit meinem Bruder frohen Mutes – was als Titelverteidiger doch wohl berechtigt ist – das Untere Tor. Schnell füllten sich die Räume, viele bekannte und auch einige unbekannte Gesichter. Nach einigen Zählversuchen und dem Verzicht von Femi konnte nach der Auslosung der sieben Tische die erste Runde beginnen.
Während bei mir magere 35 Punkte nach 30 Spielen zu Buche standen, kursierten Gerüchte über unglaubliche Punktzahlen auf den beiden Stockwerken. Tatsächlich: waren die 52 Punkte von Andi noch zu erwarten/befürchten gewesen, auch die 53 von Florian Zemann nicht ungewöhnlich, General mit 61 schon sehr gut gestartet, aber Andreas Gleißner mit 90 Punkten der absolute Überflieger. Wer sollte ihn noch übertrumpfen? Mit dieser Punktzahl wurden schon Preisschafköpfe gewonnen, wir waren erst in der Halbzeitpause.
Mit gemischten Gefühlen ging es in die zweite Runde. An den Sieg war nicht mehr zu denken. Vielleicht könnte ich noch meinen Bruder einholen, um die Differenz zu Platz eins in der „Ewigen Tabelle“ nicht anwachsen zu lassen. Doch was passierte an den anderen Tischen? Würde es einen neuen Rekord für die Ewigkeit geben? Einen Sieger mit 180 Punkten oder mehr? Nein! So viel Glück wäre auch unverdient gewesen. Andreas Gleißner wurde auf den Boden der Realität zurückgeholt und erzielte nur noch 28 weitere Pünktchen. Doch 118 sollten ja auch noch reichen, bei fast 30 Punkten Vorsprung nach Runde eins.
Doch da hatte der „Überflieger“ nicht mit einem Novizen mit dem passenden Namen Thomas Adler gerechnet. Er sattelte auf gute 45 Punkte phantastische 74 drauf und kam so auf 119 Zähler. Glückwunsch für diese tolle Leistung! Gab es ein geheimes Trainingslager, unterstützt durch zahlungskräftige Sponsoren?
Auf Rang drei schon mit deutlichem Abstand Max Rupprecht (98), Vierter Florian Zemann (95) und auf Platz fünf mit zwei sehr guten Runden Constanze Feneis (91), die damit den einmaligen Ausrutscher des Vorjahres (Schlusslicht) wieder gutmachte. Sie hat sich, genau wie Michaela Gleißner (17./72 Punkte) in die besten 50 von mittlerweile 133 Teilnehmern vorgearbeitet.
Neben dem Sieger spielten drei Teilnehmer erstmals mit: Franz Wittmann als 12. (77 Punkte), 20. wurde Daniel Neiser (66) und 24. Alex Lacher (60). Den Trostpreis sicherte sich Max Spicher mit zwei konstanten Runden (je 17) und hätte das ewige Schlusslicht Jörg Heining damit „bedroht“ (36 Zähler), allerdings war Max schon mal dabei und hat insgesamt 88 Punkte, am Schnitt darf noch gearbeitet werden.
Doch wo sind die „Alten Recken“ geblieben? Bester war noch Florian Christ (Rang 8/ 85 Punkte), direkt dahinter Michael Schuster (9./79). Für mich reichte es nur zu Rang 13 (77), dann Josef Karl (14./76) und doch noch abgerutscht Andi (16./73) mit einer für ihn eigentlich indiskutablen zweiten Runde (21 Zähler). Doch beim Blick auf die „Ewige Tabelle“ sind auch die älteren Herrschaften wieder versöhnt, liegen doch vier von ihnen unter den ersten sechs. Hier gilt das Motto „immer weitermachen…“.
Unser Preisschafkopf war auf jeden Fall wieder einmal ein voller Erfolg. Ich denke, dass alle ihren Spaß hatten und schon voller Vorfreude der Neuauflage 2010 entgegenfiebern! Und dann werden es die „Alten Recken“ den „Jungspunden“ wieder zeigen!
Mein Dank gilt den Sammlern/Spendern von Preisen: Werner Heindl, Michael Wirth und meinem Vater. Unsere Missionare freuen sich über das Startgeld in Höhe von 100 Euro. Beim nächsten Mal sind hoffentlich auch Korbinian und Jonny nicht im Urlaub, sondern da wo sie an so einem Tag hingehören, nämlich im Unteren Tor im schönen Weiden.
Bis zum nächsten Jahr
Josef
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