Preisschafkopf 2007 – Der Untergang der Mumie

Prolog:

Nach dem apokalyptischen Desaster im letzten Jahr (darüber gab es Gott sei Dank auch keinen Artikel!!) wollte es die oberbayerische Mumie heuer wieder besser machen. Es konnte doch nicht ungestraft bleiben, wie man letztes Jahr mit ihr umgesprungen war! Immerhin waren auf ihrem Mullbindentrikot fünf Sterne aufgemalt, denn so oft hatte sie dieses Turnier schon gewinnen können! Jawohl – Rekordmeister war sie und als solche hatte sie schließlich immer ein Wörtchen mitzureden, wenn es um die aktuelle Titelvergabe ging. Wer den Titel wollte, der musste erst mal an ihr vorbei! In tiefer Meditation hatte sie daher die vergangenen Mondphasen zugebracht und sich zusätzlich durch Opfergaben die Gunst vieler Götter gesichert: Urgott Atum, Göttin Osiris, die Katzengöttin Bastet und auch Totengott Anubis waren nun an ihrer Seite ……..

23. März 2007 – „per aspera ad astra”:

An fünf Tischen hatten sich 18 Recken, eine mutige Kriegerin und die Mumie versammelt. Nach der Auslosung für die ersten dreißig Spiele grinste die Mumie, als sie ihre Gegner sah. Sie blickte in drei junge und ahnungslose Gesichter, die es bisher zu dritt gerade mal auf zwei Teilnahmen an diesem Turnier gebracht hatten. Das Greenhorn Bernhard Mörtl feierte seine Premiere, Constanze und Max waren bisher je einmal angetreten und hatten dabei nicht wahnsinnig viel gerissen. Die Götter waren also wirklich auf ihrer Seite. 15 Spiele später zweifelte die Mumie an der Unterstützung von Anubis und Co, denn mit mickrigen 9 Punkten konnte man wirklich nicht von einer glänzenden Ausgangsposition sprechen. Schlimmer noch, alle anderen am Tisch hatten bereits mehr Punkte auf ihre Konten eintragen können. Am Ende dieser Hinrunde hatte Max die interne Tischwertung klar mit 45 Punkten gewonnen, gefolgt von Constanze mit 35 Punkten. Die Mumie lag hauchdünn mit einem Punkt vor Bernhard, der seinen Einstand mit 25 Punkten „feierte“. Aber auch an den anderen Tischen gab es Sieger und Verlierer. Der Mörtl Chris setzte mit 72 Punkten das dickste Ausrufezeichen, Zocker wie der Frosti (50 Punkte) oder der Karl Josef (44 Punkte) waren ebenfalls noch mit im Geschäft.

„Sic transit gloria mundi“ (oder: Öits göiht´s dahi!):

Nun musste es also die Rückrunde zeigen. Die erneute Auslosung brachte auch neue Gegner. Wiederum erschienen diese als schlagbar. Michi Haas hatte gerade mal 25 Punkte in der Hinrunde gesammelt, Thomas Preßl sogar einen Punkte weniger und Peter Schönberger gar nur 18 Punkte. „Jetzt oder nie“ dachte sich die Mumie und rief ein letztes Mal ihre Götter um Beistand an. Vielleicht hatten diese aber etwas auf ihren Ohren, denn aus „Jetzt oder nie!“ wurde es für die Mumie ein „Jetzt geht´s dahi!“ Erneut konnte sie nur peinliche 26 Punkte einsammeln und landete so auf dem trostlosen 15. Platz. Konnte es da eine Genugtuung sein, dass das direkte Duell mit dem Haas Michi gewonnen werden konnte und dieser mit 44 Punkten auf dem vorletzten Platz landete? Konnte es das Leid mindern, wenn ein Weber Felix mit 48 Punkten ebenfalls hinter ihr lag? Hätte die Mumie noch Augen gehabt, sicherlich wären ihr dicke Tränen über ihre Wangenknochen gekullert…..

„Der König ist tot – es lebe der König“:

Die Entscheidung spielte sich also leider an anderen Tischen ab. Natürlich schaute alles auf den Mörtl Chris. Würde es vielleicht so kommen, dass der Vater den ersten Platz macht und der Sohn erst einmal die Rote Laterne für ein Jahr in den Händen halten muss? Nicht ganz, denn während Bernhard seine Aufgabe erfüllte, konnte Chris nur noch um 25 Punkte zulegen und landete in der Endabrechnung auf dem zweiten Platz. Wer war aber nun der neue Titelträger? War es gar eine Titelträgerin? Nein, Constanze spielte erneut eine ordentliche Runde mit 39 Punkten und durfte sich über einen achten Platz freuen. Übel hatten ihr jedoch ihre Tischpartner mitgespielt. Im Spiel 56 wurde sie dazu ermuntert, doch einen Solo zu probieren. Das Ende vom Lied waren ein Stich mit dem Alten für die Constanze und jeweils drei Punkte für die skrupellose und gierige Meute. Für Josef, einen der Profiteure dieser drei Punkte, langte es damit am Ende für Platz sieben. Hatten vielleicht die Christ-Brüder zugeschlagen? Bini legte nochmals nach und hatte schließlich 92 Punkte auf seinem Konto, dies bedeutete aber nur die Holzmedaille. Sein Bruder Flo(h) belegte mit 68 Punkten den elften Platz. Auch Frosti hatte das Kartenglück etwas verlassen und er landete mit 85 Punkten auf Platz fünf. Besser gemacht hatte es hingegen der Reichelt Christian, der erneut ordentlich auftrumpfte und mit 97 Punkten das Siegerpodest als Dritter erklimmen durfte. Eine schier unglaubliche Rückrunde gelang dem Zeman Flo, der sein Erstrundenergebnis von 22 Punkten allein in der zweiten Halbzeit fast vervierfachte (83 Punkte!) und mit 105 Punkten das Siegertrikot überstreifte. Gratulation für diesen Kraftakt und zum Sieg!

Epilog:

Abschließend noch ein Wort des Dankes an den Heindl Werner, der wie jedes Jahr die Preise aufgetrieben hat (aber spiel auch wieder mal mit!). Die Startgebühr wurde wie immer für die Arbeit unserer Missionare verwendet. Der Bauer Jonny ist ebenfalls wie immer zu spät gekommen und konnte daher nicht mitspielen, was aber der Qualität des Turniers keinen Abbruch tat. Bis zum nächsten Jahr Andi, die oberbayerische Mumie, die ihren ägyptischen Göttern ordentlich den Kopf waschen und die Ohrwascheln ausspülen wird! Verfasst von Andreas Grasser.

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