Preisschafkopf 2000

MC Familiengeschichte: Kapitel 13

Ich weiß noch ganz genau, als mir ein Sodale dass erste Mal ein "Backl" Karten geschenkt hat; es waren "Sparkassen´s Echte" und ich war vier(-zehn)! Beim Auspacken glitzerte die Folie und als ich die Karten dann in der Hand hielt, waren sie so neu……so frisch……so unheimlich gut!! Tja, jetzt bin ich der Sodale, und was würde ich wohl meinen MC´lern heute geben? Natürlich auch "Sparkassen´s Echte"!! Auch in diesem Jahr fand (schon zum 13-ten Mal) das große Familientreffen statt und alle Kinder und Enkel (=MC´ler), wie auch Väter, Großväter und Urgroßväter (=Sodalen) waren gekommen um in den Wettstreit um den Titel des inoffiziellen Familienoberhaupts, "des Paten", auch genannt "Oberzocker für ein Jahr" zu treten. So wurde dann auch bald das Spiel von Zeremonienmeister Andreas Grasser, der den Titel schon oft (vielleicht zu oft) inne hatte, und auch die Ahnenreihe "Historia Preisschafkopfia" (Ewige Liste) anführt, eröffnet. So über die familiären Rechte und Pflichten eines jeden aufgeklärt, ertönte schon bald die Eröffnungsglocke als Zeichen für den ersten Sitzungsteil. Zurückgezogen in kleine Grüppchen versuchte nun jeder mit hieb- und "stichfesten" Argumenten den anderen von seinem Anspruch auf den Titel zu überzeugen. Besonders überzeugende Argumente hatte der aufstrebende Jüngling Sebi zu bieten, der mit 70 Punkten zur Halbzeit einsam in Führung lag. Aber auch Großvater Veit Zitzmann hatte mit 62 Punkten noch einige Eisen im Feuer, genauso wie Andreas Gleißner (60), Martin Reindl (57) und Chris Mörtl (56). Fast spannender war die Frage, wer denn den Job des Familien-Butlers (sprich Letzter) erhalten würde: In seiner Selbstlosigkeit hatte der letztjährige Inhaber Femi seine Kandidatur zurückgezogen um den Jüngeren eine Chance zu geben. Dafür, und für vieles andere, was er für die MC schon getan hat, wird zum "Ehrenpaten" auf Lebenszeit ernannt. Ambitionen auf den "Schuhputzer der Nation" hatten dadurch nach 30 Spielen vor allem die Sprößlinge Bettina Bauer (15), Stefan Wilpert (18) Und Kathrin Müller (18). Auch Onkel Woppi schien mit nur 22 Punkten schon in den Frühruhestand gegangen zu sein. Die Familiendinos Josef und Andreas Grasser hielten sich mit 38 bzw. 48 Punkten aus der höheren Familienpolitik zunächst noch heraus. Traditionsgemäß wechselte man zur Hälfte des Treffens die Gesellschaft um manch lange nicht mehr gesehenen Verwandten um ein paar Punkte "anzubetteln". Nun wurden die Karten im wahrsten Sinne des Wortes neu gemischt und gar mancher sollte nun erfahren was Sepp Herberger mit dem Satz "Ein Spiel dauert 90 Minuten." meinte. Der Sprößling Sebi, den Glanz der Macht schon in den Augen und sich seines Sieges sicher, malte sich seine Ernennung zum Paten schon in Gedanken aus, vergaß allerdings, weiter Karten zu spielen. 22 Punkte in der zweiten Runde reichten leider nur zu einer netten Anekdote bei der Preisverleihung und zu Platz 6; trotzdem eine beachtliche Leistung. Erwähnenswert ist auch die Leistung von Michaela Gleißner, die sich mit nur zwei gespielten Solos als bestes Mädel auf Platz 14, und damit noch in die obere Hälfte platzieren konnte. Die in letzter Zeit aufgekommenen Befürchtungen, dass Frauen nach Fußball auch die letzte Männerdomäne, das Kartenspielen, erobern könnten sind damit "vom Tisch". Übrigens: Frauen die Fußballtreter tragen sind auch in Zukunft vom Preisschafkopf ausgeschlossen; Sicher ist sicher…… Ein dunkles Kapitel in seiner Biographie schlug schließlich Onkel Woppi auf, der mit 48 Punkten noch Bettina Bauer (50) abfing und Letzter wurde. Des einen Leid ist des anderen Freud, und so konnte sich ein erst kürzlich in Rente gegangenes Familienmitglied einen langjährigen Traum verwirklichen: Ich! Durch Onkel Woppi´s schlechtes Abschneiden war der Weg in den "Rat der 10 Weisen" (Top Ten der Ewigen Liste) frei; der Lohn für harte Arbeit. Doch nun zum Familienoberhaupt: In den "Club der Hundertjährigen" konnten sich neben dem Sieger auch Felix Weber (110), Martin Reindl (107) und Opa Tom Kreuzer (102) eintragen. Josef Grasser hat dies mit 97 leider nicht geschafft aber trotzdem mit Platz 5 ein Ergebnis erzielt, um das ihn viele beneiden. Viele fragen sich aber, von welchen geheimen Konten er die 59 Punkte der zweiten Runde abgebucht hat. Tja , wer halt schon lange Familienpolitik betreibt hat halt so seine "Spender"!! Sieger und neuer Pate wurde aber Veit Zitzmann, der mit 119 Punkten den Titel erneut in die Reihen der Sodalen holt. Nun, da Klarheit geschaffen ist, schließt sich ein weiteres Kapitel unserer Familiengeschichte und ich hoffe, dass auch im nächsten Jahr wieder alle zusammenfinden und genauso viel "Nachwuchs" wie heuer (9 Erstspieler) mitbringen. Bis zum nächsten Mal und denkt daran, wir sind alle eine große Familie!! Bini

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