Unser Präses begeht sein 40-jähriges Priesterjubiläum

"Jugend ist nicht schlechter, nur anders"

Pfarrer Heribert Schmitt blickt auf 40 Priesterjahre zurück: Im Schuldienst beweglich geblieben

Weiden. Der Direktor des Eschenbacher Gymnasiums sorgte sich 1971 um seine Abiturienten und wandte sich in seiner Not an Kaplan Heribert Schmitt Ich kann doch nicht ins Zeugnis schreiben: Religionsunterricht konnte wegen Lehrermangel nicht erteilt werden." Schmitt wechselte also in den Schuldienst – und blieb. Bis zur Pensionierung 1998 versuchte er, Gymnasiasten in Eschenbach, später am Kepler in Weiden zu "mündigen Christen und Staatsbürgern" zu erziehen. "Das hat mich entsprechend auf Trab gehalten-, blickt Schmitt zurück. Am 29. Juni feiert er 40-jähriges Priesterjubiläum. h_pj_01.jpg Von Ruhestand für den 65-Jährigen ist momentan keine Rede. Schmitt führt seit dem Tod Pfarrer Rudolf Liebls die Pfarrei Rothenstadt, bis im September der Nachfolger kommt. Geboren am 16. März 1935 in Weiden ging Schmitt erst zur Volksschule (..der Unterricht ist meist wegen ‘Kriegseinwirkung’ ausgefallen), dann auf das humanistische Gymnasium (jetzt Augustinus) in Weiden. Von 1954 bis 1958 studierte Schmitt Theologie in Innsbruck, dann ein Jahr in München, schließlich in Regensburg. Am 29. Juni 1960 weihte Erzbischof Dr. Michael Buchberger den 25-Jährigen zum Priester. Schon die Zeit als Kaplan (bis 1962 in Saal an der Donau, bis 1971 in Pressath) – war von Jugendarbeit geprägt. In Pressath rief Schmitt die Jungkolpinggruppe wieder ins Leben. Auch der Weg nach Weiden führte über die Jugend. Monsignore Franz Ettenreich bat Schmitt, seine Nachfolge als geistlichen Leiter der Gemeinschaft christlichen Lebens (früher bekannt als Marianische Congregation) anzutreten. Schmitt folgte dem Ruf und ist der Gemeinschaft seither engstens verbunden. "Der Kontakt dahin ist nie abgerissen. Ich bin seit 1946 Mitglied", berichtet Schmitt. 70 Mädchen und Buben zählt die Jugendgruppe, nach dem Abitur wechseln die Mitglieder in den Sodalenring (100 Mitglieder). Den jungen Leuten steht der 65-Jährige nicht nur nahe, er versteht sie auch: "Dass die Jugend schlecht, böse und verkommen ist – das ist jahrtausendealt. Schon die alten Griechen oder Ägypter haben das über ihre Jugend gesagt. Dabei ist sie nur immer anders, deswegen aber nicht schlechter." Der Schulunterricht in Verbindung mit Jugendarbeit – so kann nach Ansicht des Pfarrers der Nachwuchs erreicht werden. In beiderlei Hinsicht ist die Zukunft ungewiss: Pfarrer Schmitt hat keinen Nachfolger in der geistlichen Führung der Gemeinschaft christlichen Lebens -. Und an den Weidener Gymnasien beschloss er eine lange Tradition: Schmitt war der letzte hauptamtliche, geistliche Religionslehrer.

Festgottesdienst für Heribert Schmitt und Anton Feil – Feier mit Annaberger Patengemeinde

Weiden. Die Pfarrgemeinde von Herz Jesu hatte am Freitagabend dreifachen Anlass zum Feiern. Mit einem Festgottesdienst in Herz Jesu beging Oberstudienrat Heribert Schmitt am Freitagabend sein 40-jähriges Priesterjubiläum. Gleichzeitig zelebrierte Anton Feil sein 25-jähriges Jubiläum als Diakon. Und mit der Pfarrgemeinde Heilig Kreuz in Annaberg-Buchholz besteht seit zehn Jahren eine innige Patenschaft. Auch MC und Sodalenring zogen – angeführt von unserem Banner – feierlich in die Kirche mit ein. Die Festpredigt hielt Günter Hanke, Pfarrer der Patengemeinde. Der Geistliche ließ zunächst die Wirkungsstätten der beiden Jubilare Revue passieren. Pfarrer Hanke würdigte Schmitt als einen Seelsorger, der immer erreichbar sei. Er sei ein waschechter Lerchenfelder, habe in Herz Jesu die Sakramente der Taufe und Kommunion empfangen und hier auch seine Primiz gefeiert. Nach der Priesterweihe habe er in Saal in der Donau, in Pressath und Friedersreuth gewirkt und als Religionslehrer in Eschenbach sowie bis zu seiner Pensionierung am Kepler-Gymnasium unterrichtet. h_pj_02.jpg (v.l.: Regionaldekan Gerhard Pausch, unser Präses Heribert Schmitt, Diakon Anton Feil, Brigitte Raab vom Pfarrgemeinderat Herz Jesu sowie Pfarrer Günter Hanke aus Annaberg-Buchholz)

"Wegbegleiter vieler Menschen"

Er sei Nachfolger von Monsignore Franz Ettenreich, seinem Mentor in priesterlichem Sinne, habe von ihm das Präsesamt der Marianischen Congregation (heute: Gemeinschaft christlichen Lebens) übernommen und sei Wegbegleiter vieler Menschen. Derzeit wirke er in der Pfarrei St. Marien in Rothenstadt. Diakon Feil, der im bürgerlieben Leben als Sozialpädagoge als Bewährungshelfer arbeite, sei in München ausgebildet worden. Sein weiterer Weg habe ihn nach Nabburg,Calw und schließlich nach Weiden gebracht. "Die ganze Gemeinde will euch Dank sagen", sprach Pfarrer Hanke. Der Dienst an der Kirche bedeute herausgenommen zu werden, ausgewählt zu sein. Nicht für Leistungskarrieren, sondern in etwa so wie das Brot, das gebrochen und verzehrt werde. Pfarrer Hanke erinnerte auch an die engen Kontakte zwischen den beiden Pfarreien. "Austausch auf unterer Ebene", hatte Oberbürgermeister Hans Schröpf diese Partnerschaft vergangene Woche bezeichnet. Der Geistliche dankte den Freunden aus dem Lerchenfeld, die für die Ausstattung des christlichen Kindergartens in der Partnerpfarrgemeinde verantlich zeichneten. Außerdem freute er sich über die vielen religiösen Kontakte, vor allem über die jährliche Aufnahme von 50 Kindern im Franz-Ettenreich-Haus der MC in Altendorf. Sportgeräte aus dem Pfarrheim Herz Jesu wurden mit nach Annaberg-Buchholz genommen. Dort würden sie in der Montessori-Schule installiert.

0 Antwort to “Unser Präses begeht sein 40-jähriges Priesterjubiläum”


  • Keine Kommentare

Hinterlasse eine Nachricht