“Treffpunkt: altes Rathaus” hieß es im Sodalenring-Programm – ein Treffpunkt mit der Weidener Stadtgeschichte sollte es werden!
Am Samstag, 18.9.99, gab Werner Wilzek, der Mesner von St. Josef, für den Sodalenring eine interessante Führung durch die Weidener Innenstadt. Beginnend am alten Rathaus, vor dem sich einst der “goldene Brunnen” befand, ging der Weg über den oberen Markt in die Pfannenstielgasse, wo eines der ältesten Gebäude der Weidener Altstadt (vermutlich früher als Rathaus genutzt) steht. Nicht nur hier konnte der beredsame Mesner mit so mancher Anekdote und “Geschichtchen am Rande”, die ihm oft von älteren Weidner Bürgern erzählt wurden, aufwarten. Nächste “Stationen” waren das obere Tor und das “veste Haus”, das im Mittelalter als Residenz des Pflegers diente. Auch über das Gebäude, in dem sich heute der “Heidlwirt” befindet, wusste unser Führer Interessantes zu erzählen: Hier befand sich einst die Kapelle eines Friedhofs, dies ist noch deutlich am Grundriss des Hauses (Chorraum am jetzigen Eingang) erkennbar.
An der Michaelskirche, die während der Reformation als Simultankirche genutzt wurde, vorbei ging es zum “alten Schulhaus”/Stadtmuseum, wo der “Tag der offenen Tür” zur Besichtigung einlud (siehe unten stehender Zeitungsartikel). Hier wurden auch einige unserer Mitsodalen vom NT-Fotografen “im Bild verewigt”. Weiter führte der Weg zum Pranger am alten Rathaus und den davor liegenden “Schwedenkugeln”, mit denen jedoch niemals geschossen wurde, und zum “Mauermannbrunnen” vor dem alten Eichamt, zu dessen Motiven Herr Wilzek anschauliche Erläuterungen gab. “Unser Tor” haben wir dann allerdings nicht besichtigt – aus verständlichen Gründen. Wohl aber warfen wir einen Blick auf das Nagelkreuz im Tordurchgang und das sich anschließende “Kaiserhaus”. (Hier hat allerdings auch niemals ein Kaiser logiert, es ist nur der “Hausname”) Schließlich führte uns der Weg auf die Bürgermeister-Prechtl-Straße mit dem “Max-Reger-Haus” (vorm. “Panzerkaserne”) und dem “Alleedenkmal” vor der ehemaligen Stadtpost. Vor St. Josef, quasi vor seiner “Haustür”, beendete Mesner Wilzek dann seine Ausführungen.
Es waren sehr interessante und zugleich informative zwei Stunden Stadtgeschichte. Herr Wilzek, dem auch an dieser Stelle nochmals gedankt sei, vermittelte seine Informationen und Erklärungen auf anschauliche und auch humorvolle Art und Weise. Vieles Erzählte war für uns Anwesende neu (zumindest für mich!) und so war es sicher für jede/n eine Bereicherung dabeigewesen zu sein. Auf eine Fortsetzung im nächsten Jahr darf gehofft werden!
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